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Geschichte

Die Gründung
Das Zentrum der Einheit Schweibenalp wurde 1982 im Auftrag des indischen Lehrers Sri Haidakhan Baba von Dr. Sundar Robert Dreyfus, Fredy Aly und Silvia Bollag gegründet. Es ist ein Ort, an dem sich die traditionellen Religionen und Kulturen mit neuen spirituellen Ansätzen zu einer Religion des Herzens verbinden. Gegründet als Ort für eine multikulturelle Gemeinschaft auf dem Weg zur Verwirklichung von Wahrheit, Einfachheit, Liebe und der Erfahrung von Einheit, die letztlich hinter aller Vielfalt steht. Das Zentrum der Einheit Schweibenalp ist eines der ersten Seminarhäuser und Zentren im deutschsprachigen Raum, das im interreligiösen Dialog mit internationalen Referenten steht. Bis heute sind die Gründer gemeinsam mit Menschen verschiedener spiritueller Ausrichtung an der Erfüllung des Auftrags beteiligt.

DIE SCHWEIBENALP EIN KRAFTPLATZ SEIT URZEITEN

Kelten-Druiden

Die frühesten Kenntnisse und Zeugnisse der Archäologie deuten darauf hin, dass die Schweibenalp in der keltischen Zeit ein Druidenplatz war und viele Druidenbäume und Höhlen hatte. Noch heute spüren wir diese Kraft und es gibt hier einige sehr kraftvolle Steine. Zum Teil schlafen sie, zum Teil sind sie wach und in ihrer Kraft. In den letzten Jahren beginnen wir sie bewusst zu wecken und in ihre Lebendigkeit zurück zu führen. Dies hängt immer vom Bewusstsein der Menschen ab, ob die umgebende Natur aktiv belebt ist oder nicht. Die Kelten waren sehr mit der Natur verbunden, auch mit den Naturwesen und dem Allgeist, der die Natur belebt. So etwa, wie wir das von den noch existierenden Urvölkern kennen. Es ist möglich diese Steine zu besuchen. Auch die Bäume hier oben, natürlich nicht so alt, sind sehr speziell. Wir haben viele Wächter- oder Schutzbäume auf unserem Gelände und auf der ganzen Alp, zum Teil, mehrere Hundert Jahre alt, hauptsächlich Buchen und Bergahorn. Auch Höhlen gibt’s im nahen Giessbachtal.

Christentum

Das Christentum kam dann mit den irischen Mönchen, die im 6. und 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung in diese sehr einfache urtümliche Gegend kamen, um zu missionieren und die Botschaft des Christus Jesus von Nazareth zu bringen. Beatus, der den viele Kilometer langen Beatushöhlen und dem Beatenberg den Namen gab und sein Mit-Mönch oder Bruder Justus (Justistal) lebten am Thunersee in Höhlen. Sie erschienen den Menschen noch nach ihrem Märtyrertode auf dem See.

Das Christentum, das die allgemein gültige Religion wurde, bekämpfte den alten Glauben. Alles was mit beseelter Natur und sinnlicher Körperlichkeit, mit Magie und Ritualen zu tun hatte wurde verteufelt. Die Druidenbäume auf der Schweibenalp wurden gefällt. Die Höhlen zugeschüttet. Das Kloster St. Gallen, vom Eremit und Märtyrer Meinrad gegründet, und dann in der Machtzeit der Römischen Kirche bis zur Reformation ein grosses Kloster mit viel Besitz überall in der Schweiz, wurde Besitzerin der Alp. Der Jakobsweg, der Pilgerweg nach Santiago di Compostella, in jenen Jahren die beliebteste Pilgerschaft Europas, führte über die Schweibenalp. Wir finden noch sehr alte Pfadüberreste auf der Schweibenalp.

Kurhaus dann Kinderheim

Wir wissen dann nicht mehr viel Nennenswertes zu berichten, bis um die vorletzte Jahrhundertwende das Kurhaus Schweibenalp gebaut wurde. Dies zum Kuren der grassierenden Tuberkulose. Die Höhe und die Höhenluft waren sehr geeignet dazu. Der Riegelbau wurde mit Holz aus den umliegenden Wäldern und Steinen aus dem Giessbach gebaut. Nur der Mörtel wurde mit Maultieren auf Säumerpfaden auf die Schweibenalp gebracht. Eine Strasse und die Häuseransammlung Axalp gab es noch nicht. Diese wurde dann von den Arbeitslosen in der grossen Wirtschaftskrise gebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Schweibenalp bald vom Kurhaus in ein Kinderheim umgewandelt. Später ein Ferienheim. Es scheint in jener Zeit für Kinder noch nicht so wunderbar her und zugegangen sein. Menschen, die uns besuchen und von der Zeit erzählen, haben meist nicht so erfreuliche Erinnerungen an ihre Zeit hier.

Reinigung

Wir erinnern uns an die ersten grossen Akasha-Seminare auf der Schweibenalp mit der Mitbegründerin Dina Rees, die davon sprach, wie viele Seelen und Naturwesen an den Seminaren mitlauschten, um weiter zu kommen.

Im Januar 2008 hat eine kleine Gruppe ein homöopathisches Verreibungsseminar nach Hahnemann gemacht. Wir haben zur Erleichterung und Erlösung der ehemaligen Tuberkulosekranken und der Kinder, die hier gelitten haben „Star of Bethlehem“ verrieben und sehr starke Reaktionen in uns gespürt und am Platz eine grosse Erleichterung wahrgenommen. Diese Arbeit ist natürlich nicht nur lokal zu verstehen sondern auch für die ganzen morphogenetischen Felder der Tuberkulose Krankheit, der unter Lieblosigkeit leidenden, ja sterbenden Kinder und der Würde der Frau.

DAS ZENTRUM DER EINHEIT SCHWEIBENALP

1981 erhielt Sundar Robert Dreyfus, Arzt und Psychotherapeut, vom indischen Lehrer und Avatar Sri Haidakhan Babaji den Auftrag, in der Schweiz ein Ashram und Zentrum zu errichten. 1982 konnte die zu diesem Zweck gegründete „Stiftung zur Verwirklichung von Wahrheit, Einfachheit und Liebe“ das Gelände der Schweibenalp erwerben. Der Ort war in den letzten Jahren ein wenig verwaist und vernachlässigt und Vieles ist immer noch baufällig und erneuerungsbedürftig. Bevor der Schirmherr Sri Babaji im Februar 1984 verstarb, konnte das Zentrum in Betrieb genommen werden. Die allernotwendigsten Renovationsarbeiten wurden ausgeführt, doch verlief der Betrieb und das Leben in grösster Einfachheit: Die Tempeldienste, die freiwillige Arbeit und Meditation wurden zum Zentrum des Geschehens. Eine kleine Gemeinschaft von Idealismus durchdrungener Helfer lebte gemeinsam in Ausrichtung auf die spirituelle Praxis und die Arbeit. Es entstand ein Ritualplatz mit täglichen indischen Feuer- und Tempelritualen und unregelmässigen Gottesdiensten und Ritualen vieler anderer westlicher, östlicher und indigener Traditionen der ganzen Welt, die eine Kraft aufbauten und verbreiteten und ihrer Funktion gemäss die Wiederaufrichtung der individuellen und kosmischen Ordnung und die Verbindung zur Quelle des Lebens förderten. Deshalb wurde der Platz auch Siddhashram benannt, Stätte der göttlichen Kraft, dem Göttlich Weiblichen oder der bei uns vergessenen Göttlichen Mutter geweiht. Babaji bestätigte die Ausrichtung des Zentrums auf die Prinzipien gelebter Wahrheit, Einfachheit und Liebe, Einheit und Friedensarbeit. Diese Ausrichtung ist bis heute geblieben. Dem Namen gemäss wurde sogleich von Anfang an interreligiöse Arbeit in Angriff genommen und Einheitsfeiern veranstaltet, an welchen geistliche Vertreter, Gläubige und Suchende vieler Traditionen zusammenkamen, um das Gemeinsame im Respekt für das Verschiedene, Vielfältige zu feiern und auszutauschen sowie mit einem Geist der Einheit jenseits der kulturellen und religiösen Schranken für etwas Neues global Humanes zu öffnen. Traditionen und New Age, im besten Sinne des Wortes, fanden hier zusammen. In Ritualen, Gebeten, Meditationen, mit Tanz, Gesang und immer wieder im grossen Kreis und bei der gemeinsamen Arbeit und Alltagsbewältigung wurde an einem morphogenetischen Feld gearbeitet, das seither weltweit grosse Verbreitung und Anerkennung findet.

Lehrer wie die Mystikerin Dina Rees, Rabbi Zalman Schachter, Sri Muniraji und Sri Ammaji, der Sufilehrer Scheikh Nazim, Dr.J.J. Hurtak und seine Gemahlin Desiree Hurtak, verschiedene Tibetisch Buddhistische Lamas, Zenlehrerinnen, Vertreter verschiedener Urvölker, Priester und Geistliche christlicher Kirchen besuchten den Platz in diesem Rahmen und für Retreats und Seminare.

Als Seminar und Ausbildungsort fanden und finden längere und kürzere Seminare statt, die sowohl die persönliche Selbstentfaltung sowie kollektive und ökologische Themen haben. Spirituelle Kunst sowie Festivals für Musik wurden auch durchgeführt.

Das Zentrum ist weltweit mit vielen sinnesverwandten Bewegungen, Orten und Lehrerinnen vernetzt und war Teil einer internationalen Gruppe von Zentren wie Finthorn, Auroville und Esalen, die sich jährlich zum Austausch trafen.

Als eines der ersten dieser Zentren Europas wurde es zum Ausgangspunkt von Gründungen vieler kleiner und grosser Zentren in Städten und abseits, die heute überall die Möglichkeit zum Entwickeln eines neuen Bewusstseins bieten. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Aufgabe hatten.

Mitte der Neunziger Jahre trat langsam eine Sättigung auf und die Kommerzialisierung des Lebens als Gegenbewegung wurde auch immer stärker. Es zeigte sich, dass weltweit die grossen Veränderungen des Bewusstseins noch auf sich warten lassen. Spannungen zwischen den fundamentalen und orthodoxen Vertretern der Traditionen, Spannungen durch die grossen ökonomischen Unterschiede, die sich weitende Schere der Einkommen in den Industrienationen, unendliche Konfliktherde, Bürgerkriege, Genozide und die immer stärker werdende einseitige Ausbeutung der Erde zeigten, dass wir noch nicht am Punkte einer generellen Umkehr oder Veränderung sind. Dies zeigt sich auch in der Verlorenheit von Millionen Jugendlichen in den Grossstädten, den Strassenkindern, der immer noch weit verbreiteten Unterdrückung der Frauen und Mädchen und des Weiblich-mütterlich-intuitiv-barmherzigen durch das männlich-rational-konkurrierende-unbarmherzige in der Welt.

Das Zentrum hatte Teile seiner Aufgabe abgeschlossen und musste sich auf neue vorbereiten.

Im Zuge all dieser Veränderungen haben sich die Ziele und Ideale des Zentrums nicht geändert, ein Ort zu sein, wo Herzens- und Bewusstseinsentwicklung stattfinden soll, um dann ins tägliche Leben der Besucher umgesetzt zu werden. Es zeigt sich aber, dass der Suchende heute andere Mittel und Wege beschreitet, um in den inneren und äusseren Wandel zu kommen. Sowohl im Individuellen als auch im Kollektiven ist das Interesse an der gleichzeitigen Verwandlung im Persönlichen und Spirituellen/Transpersonalen, wobei die Betonung auf der eigenen Erfahrung mehr als auf dem Ideellen ist. So treten im Zentrum die traditionellen Rituale und die Verbindung zum Unsichtbaren in den Hintergrund – ohne zu verschwinden-.-und die direkte Erfahrung des allgemeingültig Menschlichen Lebens "Hier und Jetzt" tritt in den Vordergrund. Einheit wird erfahren als eine Integration aller Teilaspekte des Lebens im Vertrauen in die positiven Kräfte innerhalb und ausserhalb. Wir üben nun im Alltag das Zusammenleben am Ort unter Mitgliedern und Gästen mit Hilfsmitteln wie der Übung von Stille, Kontemplation, Dankbarkeit, Bonding, Klärungsarbeit, Kreativität in Spiel, Gesang, Tanz, Kunst und Wissensvermittlung, um diese dann in der Praxis unseres Alltags zu integrieren.

Als Zentrum der Einheit, bekennen wir uns heute zu keiner besonderen Tradition, Religion, Lehre oder Philosophie und zu keinem spezifischen Meister oder Glaubenssystem.

Wir bekennen uns zu jenem Teil in Allem, der über die Besonderheit des Einzelnen hinausgeht, also zu überreligiösen und interkulturellen Inhalten.

In diesem Sinne ist die folgende Beschreibung des Schirmherrn der Schweibenalp, Haidakhan Babaji als Ausdruck unserer Verbindung zu den unsichtbaren Helfern und Meistern der geistigen Welt zu verstehen deren Unterstützung für das Fortkommen der Welt wichtig ist.

BABAJI

Babaji lehrte von 1970 - 1984 in den Vorbergen des Himalaya in seinem Ashram am Gautam - Ganga Fluss. Über zwei Jahrzehnte von seinem Vorläufer Sri Mahendra Maharaj angekündigt, manifestierte er sich 1970 in einer Höhle in Haidakhan und verbrachte die ersten Jahre fast ohne zu sprechen oder Nahrung zu sich zu nehmen.

Während der 14 Jahre seines öffentlichen Wirkens lebte Babaji meist in der schwer zugänglichen Abgeschiedenheit des Bergtales, in welchem sein Ashram liegt. Er reiste in Indien, um heilige Pilgerorte zu besuchen, um Ashrams und Tempel zu beleben und um seinen Jüngern und Schülern die Gelegenheit zu geben, mit ihm zu sein und mit ihm die alten vedischen Rituale zu feiern.

Seine Gegenwart war von grösster Kraft, auch wenn er nur sehr wenig sprach. Seine Art war ungewöhnlich, tantrisch und yogisch zugleich und jeder erfuhr ihn völlig einzigartig und verschieden, je nach Veranlagung und Herkunft.

Seine Lehre, deren Verwirklichung er von seinen Schülern forderte, lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen :

1. Alles ist Eins

2. Daraus folgt: konzentriert Euch aufs Gemeinsame und nicht aufs Trennende und lebt dies konsequent, mutig und furchtlos tätig für eine gerechte Welt.

3. Menschlichkeit ist die höchste Religion. Lebt die Religion Eures Herzens. Alle Religionen kommen von Gott und sind eins.

4. Wir leben in einer Zeit grossen Wandels. Grosse Veränderungen kommen auf uns zu. Um diese zu meistern ist Arbeit, selbstlose Arbeit an sich selber und am Ganzen - geistig, seelisch, sozial und physisch - das wichtigste und tauglichste Mittel.

5. Erinnert Euch pausenlos an Gott und wiederholt einen seiner Namen in Eurem Herzen.

6. Pflegt die Gemeinschaft, lebt in Wahrheit, Einfachheit und Liebe.

7. In der Hingabe an den Willen Gottes erlösen, erfüllen und retten wir uns und die ganze Welt.

Im Auftrag von Babaji wurde 1982 der Siddhashram Schweibenalp gegründet.

Siddhashram bedeutet "Zentrum geistiger Kraft".

Im Internet unter:

www.babaji.net

"I am no-one and nothing. This body has no meaning. It is here to serve people ..... I am the mirror, in which you can see yourself."

"Seek the consciousness that we are all one. I have come to show you a unity beyond all duality. I have come to remove the divisions between all religions."

"I have come to unite all people regardless of their origin. There is only one humanity. I want to show you a freedom beyond all your imaginings. I will build a water-hole where the lion and goat may come together and drink. If you are happy, I am happy. If you are in peace, I am in peace. Have faith. Everything depends on faith."

"I have shown the way; now it is up to you to become liberated and bring relief to the world."


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